Am Sonntag hält das neue Einsiedler Jugendsinfonieorchester sein Debüt-Konzert im Oekonomiegebäude. Dafür verdient die Formation bereits jetzt einen herzlichen Applaus. Schon vor Jahrzehnten haben die Blasmusikvereine in der ganzen Schweiz begonnen, mit Jungmusik- Formationen und Jungbläserausbildung das Nachwuchsproblem in den Vereinen zu bekämpfen. Obwohl der Mitgliederschwund damit nicht ganz gestoppt werden konnte, existiert heute eine attraktive Anschlussmöglichkeit für Kinder und Jugendliche, die ein Blasinstrument erlernen.

Für andere Instrumentengruppen war die Situation immer schwieriger, und viele Jugendliche legten Geige oder Cello nach der Schulzeit weg. Dabei kann das Musizieren in einer Formation so faszinierend und erfüllend sein. Das fanden auch die Wood and Metal Connection und der Orchesterverein, als sie das Jugendsinfonieorchester ins Leben riefen. Die gemeinsame Initiative für dieses Projekt ist auch in einer anderen Hinsicht segensreich. Es ist der beste Schutz vor Eigenbrötlerei, Neid und Intrigen, die in der Vereinslandschaft manchmal das grössere Problem sind als die angebliche «Passivität» der Bevölkerung. Dem neugeborenen Klangkörper bestes Gedeihen!

Kommentar von Eugen von Arb zum Vorbericht im Einsiedler Anzeiger vom 26. September 2025 

Neugeborener Klangkörper